March 6, 2012 [ c++ | English | Hannes | Practical things in life ]

Screen Rotation for Acer Aspire 1825PTZ with Windows 8

Since the 1825PTZ is a perfect candidate for Windows 8 I tried out the Consumer Preview. Almost everything is working out of the box except the automatic screen rotation and the P-button, the only button that can be used while in tablet mode… (I haven’t tried bluetooth but I don’t expect problems)

To use the P-button, download the Launch Manager from Acer and install it. The G sensor however seems to be a problem: it’s from STMicroelectronics, but the driver from Acer just shows a dialog saying “Error Handle”.

As a workaround I compiled some Example-Code, I found on MSDN. Just use the launch manager to execute the program so you can rotate the screen clockwise by pressing the button.

You can compile it yourself or download it from here:
ScreenRotator (32 bit)
ScreenRotator (64 bit)

UPDATE:
Unfortunately this program does not work in the most recent version of Win8. I see if I can find the problem. Thanks Jens!

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October 30, 2011 [ Deutsch | Hannes | Practical things in life ]

Audio über Bluetooth – Stereo-Headsets und Receiver

Nach dem Hören von CRE169 über Bluetooth habe ich mich eine Weile mit dem A2DP-Profil beschäftigt. Da ich große Teile meiner Musiksammlung auf meinem Telefon mit mir herumtrage, schließe ich es hin und wieder an meinen Verstärker an. Dazu musste ich aber jedes Mal das Kabel hinter dem Schrank hervorzupfen und die Mühe war es mir häufig nicht wert. Bluetooth(BT) bietet hier einen Ausweg. Indem man einfach einen Receiver (z.B. von Belkin) per Klinke-Cinch-Kabel an die Anlage anschließt, erspart man sich die Mühe mit dem Kabel (zusätzlich ist natürlich auch eine Steckdose nötig). Leider klingt es in letzter Zeit, als komme der Ton aus einer Dose, wenn ich drahtlos Musik zum Receiver übertrage. Anfangs ist mir das nicht aufgefallen… ich bin im Moment auf Fehlersuche. Möglicherweise ist mein Handy das Problem. Die Qualität reicht aber auch so noch für den einen oder anderen Song und für Podcasts allemal. Ein Pink Floyd-Album höre ich so allerdings nicht mehr. ;-)

Dass das Problem generell bei BT liegt, kann ich ausschließen, da ich mittlerweile auch im Besitz von zwei BT-Stereo-Headsets bin, bei denen der Effekt nicht auftritt. Nachdem sich der Gummi meiner iPhone-Kopfhörer in Wohlgefallen aufgelöst hat, waren sie ohne Schmerzen nicht mehr tragbar und neue Kopfhörer waren fällig. Da ich auf dem Weg zur Arbeit mit Bus und Bahn häufig Podcasts und Musik höre, wollte ich das Kabel sowieso endlich loswerden. Die Entscheidung über das konkrete Kopfhörerpaar wurde mir von der c’t abgenommen, die das Bazoo Stereo Headset als Werbe-Bonus im Programm hatte. Die c’t wollte ich sowieso im Abo und so kam dank Felix eins zum anderen… Ein kurzes Fazit:

Der Tragekomfort lässt etwas zu wünschen übrig. Die Hörer sitzen fest auf dem Kopf und spätestens nach 40 min drücken sie sehr unangenehm. Insbesondere Brillenträger können sie wahrscheinlich nur für kurze Pendelstrecken benutzen. Außerdem kann ich natürlich keinen Hut tragen während ich Musik höre. Das selbe gilt auch für die meisten anderen Kopfbedeckungen. Der Akku reicht etwa für 4-6 Stunden und kündigt erst 3 min vorher an, dass er nun bald aufgibt. Das Aufladen dauert etwa 40 min. Während man das Headset benutzt, blinkt das typische blaue Licht ziemlich hell in 20 Sekunden-Abständen. Die Tonqualität war in Ordnung. Auf jeden Fall besser als die der weißen iPhone-Kopfhörer, verglichen mit meinen kabelgebunden Kopfhörern von Senheiser (etwa 60 Euro) jedoch etwas dumpf und lange nicht so präsent. Ein Mikrofon ist natürlich auch eingebaut (von außen nur durch ein kleines Loch rechts erkennbar). Telefonieren kann man mit dem Headset jedoch nur, wenn es in der Umgebung leise ist. Straßenlärm oder die Sprache umstehender kann bauartbedingt nur sehr schlecht gefiltert werden. Der Gesprächspartner versteht dann nichts mehr. Problematisch wird es auch, wenn man das Headset mitnehmen will, ohne es um den Hals zu tragen. Es ist erstens recht groß und unflexibel und zweitens lösen sich dann ständig die Polster von den “Lautsprechern”. So kam es letztendlich, dass ich eins der Polster nach etwa einem halben Jahr auf der Straße verloren habe (übrigens während ich das Headset um meinen Hals trug) und mich auf die Suche nach neuen Kopfhörern gemacht habe.

Aufgrund eines Artikels über BT-Headsets in der c’t habe ich mich für das MM100 von Sennheiser entschieden und es nicht bereut. Die Klangqualität ist super und Pink Floyd macht so auch wieder Spaß. Ich habe vorher noch nie Kopfhörer mit Nackenbügel getragen, habe mich aber bewusst dafür entschieden, da ich nun auch wieder Hut oder Mütze auf dem Weg zur Arbeit tragen kann. Es ist etwas ungewohnt und fühlt sich so an, als würden die Kopfhörer nicht wirklich fest sitzen. Nach kurzer Eingewöhnung habe ich allerdings festgestellt, dass sie auch bei heftigen Bewegungen nicht vom Kopf fallen und somit auch sehr gut zum Sport machen geeignet sind. Außerdem kann man sie ewig tragen, ohne dass sie stören. Da die Lautsprecher nicht an die Ohren gepresst werden, nimmt man die Umgebung allerdings noch sehr gut war. Das selbe gilt auch andersherum. Im Ruhebereich des ICE kann man Musik höchstens sehr leise hören, da sonst das ganze Abteil mithört. Anfangs hat mich das gestört, mittlerweile finde ich es allerdings sehr angenehm, dass ich auf der Straße hören kann, was um mich herum passiert. Für das Mikro gelten die selben Einschränkungen wie bei Bazoo, ebenso wie für den Akku. Die Laufzeit ist evtl. sogar etwas kürzer und das Ende kündigt sich auch hier erst 2 min vorher an. Das typische blaue Licht ist wesentlich unaufdringlicher, außerdem sind die Knöpfe etwas leichter bedienbar. Allerdings muss man erst begreifen, wo man den großen Hauptknopf drücken muss, damit er reagiert: sieht aus wie ein Tennisschläger und muss am Übergang von Griff zu Schlagfläche gedrückt werden. Ich habe anfangs die Mitte der Schlagfläche gedrückt. Insgesamt denke ich jedenfalls nach etwa zwei Wochen, dass das Headset sein Geld wert ist.

Übrigens habe ich beide Headsets und den Receiver auch problemlos mit meinem Notebook verwenden können (inkl. Mikro). Unter Ubuntu 11.10 ist das überhaupt kein Problem, auch Windows 7 hat mitgespielt. Später habe ich allerdings festgestellt, dass ich das dem von Acer vorinstallierten BT-Stack zu verdanken habe. Der normale Windows-Treiber kann zwar das Pairing mit den Headsets einleiten, danach aber nicht als Wiedergabegerät installieren. Normale BT-Dongles/Sticks ohne Zusatzsoftware funktionieren unter Windows also nicht out-of-the-Box. Kostenlose BT-Stacks gibt es meines Wissens nach nicht für Windows.

Videos kann man mit den Headsets übrigens nur bedingt schauen. Der Ton kommt häufig etwas verzögert an (ich habe mal etwas von ca 300 ms gehört, mal mehr mal weniger), Filme mit Effekten kann man also nicht schauen, für Dokumentationen u.ä. reicht es aber.

Als Zusammenfassung des nun doch recht langen Artikels:

  • Belkin Receiver funktioniert, hat aber möglicherweise ein Dosenklang-Problem
  • Bazoo Headset: Klang OK, besser als iPhone-Stöpfel, Tragekomfort lässt zu wünschen übrig, unhandlich, wenn nicht auf dem Kopf, Polster lösen sich leicht
  • Sennheiser MM100: Klang  gut, nicht geschlossen, Umgebungsgeräusche deutlich wahrnehmbar und umgekehrt, sitzt fest und bequem
  • Akkulaufzeit bei beiden Headsets etwa 4 Stunden, Laden per USB (MM100 mit Steckdosen-Adapter)
  • Telefonieren bei Umgebungsgeräuschen nicht möglich
  • Windows Bluetooth Stack kann kein A2DP (bei vorinstalliertem Windows auf Laptop ist evtl entsprechender BT-Treiber installiert), Ubuntu funktioniert
  • Video schauen nur bedingt möglich – Tonverzögerung

Noch ein kleiner Nachtrag zur Übertragungs-Technik:

Natürlich wird das Signal über A2DP auch komprimiert. Je nachdem welche Kompressionsverfahren die beiden Geräte unterstützen, kann das Ergebnis mal gut und mal weniger gut klingen. Besonders ungünstig ist natürlich, wenn die Musik bereits komprimiert ist (also z.B. MP3s) und zur Übertragung anschließend ein anderes Verfahren verwendet wird. Die negativen Effekte beider Kompressionen addieren sich dann auf und das Ergebnis klingt entsprechend. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass der Otto-Normal-Hörer mit Kaufhaus-Elektronik nicht oder nur sehr wenig wahrnehmen wird. In Foren oder den Amazon-Bewertungen von BT-Stereo-Headsets könnten die Meinungen nicht extremer sein. Die einen sagen, sie hören keinen Unterschied, die anderen sind maßlos von der Qualität enttäuscht. Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Kopfhörern die zweite Gruppe verglichen hat.

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October 3, 2011 [ c++ | English | Hannes | Programming ]

Implicit conversion instead of overloading and the explicit keyword

If you define a constructor that takes one object of another class as parameter, the compiler uses this operator for implicit conversions. That means it will automatically convert between classes.

This can be useful if you want to do the same thing for different types without overloading a method. The compiler will simply convert your argument to the class specified in the definition.

class A {
};

class B {
public:
    B(A x) {}
};

class C {
public:
    explicit C(A x) {}
};

void test_non_explicit(B b) {
    std::cout<<"works with B and A";
}

void test_explicit(C c) {
    std::cout<<"only with C";
}

int main() {
    test_non_explicit(A());
    //test_explicit(A()); //won't compile
    test_explicit(C(A())); //force the convertion
    return 0;
}

The method test_non_explicit accepts only B as type for the parameter. Because A can be converted to B you can call this method with A as well. Although C can also be converted to A, the compiler won’t do this automatically, because of the explicit keyword.

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October 1, 2011 [ brain trash | Deutsch | Hannes | Nice things in life ]

Flattr

Jetzt versteh ich auch endlich, warum alle einen Blog-Post verfassen, um ihren Flattr-Button anzukündigen… die wollen das Ding ausprobieren. In diesem Sinne: nun auch in diesem Blog ein Flattr-Button. Felix, so lang du dich nicht kümmerst, werde nur ich geflattrt. Höhö!

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September 24, 2011 [ Deutsch | Hannes | Nice things in life ]

Tommy Jaud – “Hummeldumm” und “Resturlaub”

Bereits vor gut drei Jahren haben es mir die Bücher “Vollidiot” und “Millionär” von Tommy Jaud so sehr angetan, dass ich es gar nicht aus der Buchhandlung raus geschafft habe, sondern sie gleich dort las. Die Kritiken auf dem Buchrücken all seiner Werke erklären den Autor zum Erfinder als Meister des deutschen Männerromans. Ich finde diese Beschreibung ja nicht besonders aussagekräftig, da ich mir darunter vorm Lesen nichts vorstellen konnte. Nun ergibt die Bezeichnung aber durchaus Sinn – zumindest insofern, dass es sich in allen vier Büchern um Männerprobleme bzw. durch Männer verursachte Probleme dreht. Ich bin eigentlich Leser anspruchsvollerer Literatur, aber dem trockenen Humor, mit dem Tommy Jaud nicht-ganz-Alltagssituationen beschreibt, bin ich dann doch nicht entkommen. Dabei schneidet “Resturlaub” in der Kategorie Nachvollziehbarkeit allerdings um einiges besser ab als “Hummeldumm”.

“Resturlaub” erzählt die Geschichte eines Mitdreißigers, der mit seinem Leben mit Freundin und gutem Job in der Stadt Bamberg nicht mehr zufrieden ist. Als nun auch sein bester Freund heiraten will und der siebte Urlaub auf Malle ansteht, beginn Matze am Flughafen in einer Kurzschlussreaktion sein neues Leben. Das Abenteuer wird dabei so witzig beschrieben, dass ich mich vor Lachen manchmal kaum auf dem Sitz halten konnte. Vorher habe ich im Zug noch versucht, das Buchcover zu verstecken, aber spätestens beim zweiten minutenlangen Prusten und Tränen-aus-den-Augen-wischen empfand ich das nicht mehr als nötig und hab es meinen Mitreisenden so sicher wärmstens empfohlen. Das Ende ist vorhersehbar, aber auf dem Weg dahin passieren doch noch ein paar Überraschungen. Auch nachdem ich mit dem Buch fertig war, habe ich noch zwei Stunden lang das Grinsen nicht aus dem Gesicht bekommen.

“Hummeldumm” spielt in Namibia und beschreibt eine katastrophale Reise mit überraschendem Ausgang. Leider bleibt die Story nur auf den ersten paar Seiten nachvollziehbar. Irgendwann ist sie dann zu stark konstruiert und gar nicht mehr glaubwürdig. Abgesehen davon werden von den Protagonisten so viele Vorurteile bedient, dass ich irgendwann zu viel mit Fremdschämen beschäftigt war als dass ich darüber hätte Lachen können. Nichtsdestotrotz hatte auch dieses Buch ein paar Höhepunkte, aber wirklich empfehlen kann ich es selbst den Fans von Tommy Jauds Schreibstil nicht.

Fazit: Wer schon immer Mal wissen wollte, was ein “deutscher Männerroman” ist und sich nicht schämt, im Zug Lachanfälle zu bekommen, sollte die 8 Euro in “Resturlaub” investieren. “Hummeldumm” sollte man nur kaufen, wenn man 5 Minuten vor Abfahrt des Zugs keine Ahnung hat, was man sonst aus der Buchhandlung mitnehmen soll.

Links:
Resturlaub: Das Zweitbuch
Hummeldumm

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March 21, 2011 [ English | Practical things in life ]

C++ or what?

To do something useful with my part of the blog, I’ll post my C++-experiments from now on. Whenever I want to know, how C++ behaves in a – more or less – common case, I write a little program to see myself.

I try to comment what I did, but I hope the code is simple enough to explain itself. I’ll always post the complete program ready to be compiled with gcc.

Feel free to comment on bad English and/or coding. :-)

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March 19, 2011 [ c++ | English | Practical things in life | Programming ]

Overloaded methods – special case

The compiler will always take the best fitting overloaded method for your parameters. So in an inheritance hierarchy it will use the method with the parameters nearest to your argument.

class A {
public:
    int a;
    A() : a(1) {}
};

class B : public A {
public:
    int b;
    B() : b(2) {}
};

class C : public B {
public:
    int c;
    C() : c(3) {}
};

void test(A x) {
    std::cout<<"A"<}

void test(B x) {
    std::cout<<"B"<}

int main(int ac, char **av) {
    C x;
    test(x);
    return 0;
}

If you call test with a parameter of type C both definitions of the method (one with parameter of type B and one with A) can be used because C inherits from B which inherits from A. The compiler will use the nearest definition, so the program given above prints “B”.

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January 29, 2010 [ Deutsch | Hannes | Nice things in life ]

Hannes’ first brain trash – please shake!

Der Trend zeigt nach unten. Immer mehr Blogs machen dicht… klaro, gibt ja auch viel Müll. Im letzten Jahr meines Informatik-Studiums will ich nun auch ein wenig Gedanken-Müll absondern und dem Trend entgegen wirken. Felix hat in absolut nüchternem Zustand sofort zugesagt und hat dieses hübsche, fast schon monchrome Template für WordPress angepasst und eingehackt. Na ja, Felix ist ja auch Medientechnologe, irgendwas muss er ja können.

Datenschutz hin oder her, ich hab mein Leben im Internet sowieso schon breitgetreten. Also kann ich es nun auch mal mit ein wenig Prosa umschreiben und dem ganzen keinen Sinn geben. Eigentlich war dieses Blog aber dazu gedacht, ein wenig von meinem Wissen über Linux, Administration, Programmierung etc für die Nachwelt zu hinterlassen. Gut geschüttelt kann das dann doch recht genial werden – oder auch nicht… Wir werden sehen. Felix, was hast du dir dabei eigentlich gedacht?

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April 5, 2013 [ Deutsch | Felix | Practical things in life ]

Mehr Zeitserver unter Windows

Die Zeitsynchronisation unter Windows hat bei mir in letzter Zeit häufiger nicht funktioniert. Ich weiß nicht, ob es an den voreingestellten Zeitserver liegt, aber generell benutze ich gerne die Zeitserver der PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt), auch wegen der physikalischen Nähe.

Nun kann man leider nicht einfach nach Belieben Zeitserver über die GUI hinzufügen – wohl aber über die Registry.
Die Einträge für die Server findet man unter:

HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\DateTime\Servers

Neue Zeitserver lassen sich hier als Zeichenketten eintragen, der Name gibt die Reihenfolge im Auswahl-Drop-Down an.

Die Zeitserver der PTB heißen im Übrigen ptbtime{1-3}.ptb.de

Dieser Eintrag ist eine Gedankenstütze für mich und vielleicht für den ein oder anderen ebenfalls hilfreich.

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February 3, 2013 [ brain trash | Deutsch | Felix ]

Kein Arsch* sein

Patrick | www.flickr.com/frankfarm

Patrick

Ich bin im Kontext der #aufschrei Debatte über diesen Blogeintrag von ronsens gestolpert.
Darin schildert er eine Begegnung mit zwei vierzehnjährigen Mädchen in der U-Bahn. Eine von ihnen war ehrlich darüber empört, dass ronsens ihr in den Ausschnitt geschaut haben soll.

Der Artikel dreht sich nun um die Frage, was eine angemessene Reaktion auf diesen (technisch falschen) Vorwurf gewesen wäre “ohne wie ein Ertappter oder völliger Empörer zu klingen”.

Ich stimme mit der Quintessenz des Artikels – wie ich sie verstehe – völlig überein, nämlich: Frauen sollen sich über Belästigungen aufregen(, das Recht auf Irrtum muss aber auch drin sein).
Es geht mir jedoch um etwas anderes. Ich habe auch über eine adäquate Reaktion nachgedacht und kam auf: “War ja nich’ viel zu sehen.” Das habe ich in den Kommentaren zum Artikel auch geschrieben, und da das nach sexistischer Kackscheiße riecht, möchte ich das hier kurz erklären:

Der Vorwurf “der da hat mich angestarrt”, gerade von einem 14 jährigen Mädchen kommend, ist ernst, ernst zu nehmen, kann aber für den Addressaten auch ernst werden – man wird da schnell zum pädophilen Ungeheuer gemacht.
Gerade deshalb, halte ich es für wichtig, die Situation direkt und relativ “unernst” zu klären. Mein vorgeschlagener Ausspruch bringt die Perplexität des angesprochenen (“Ihr irrt Euch, ehrlich!”) zurück an den Absender, die in dieser Situation sicher nicht mit einem Kommentar zu ihrem Aussehen gerechnet hätte.

Ja nun, das ist ja gerade das Problem der Männer! Dass sie den Frauen immer in den Ausschnitt gucken! — möchte nun vielleicht das ein oder andere Menschenkind einwenden. Nein, ist es nicht. Wenn ich mir eine knappe Leggings anziehe und damit in die U-Bahn steige (gruselige Vorstellung, ich weiß – bear with me) muss ich auch damit rechnen, dass mir Menschen auf den Hintern starren. Ich kann mich dann nicht aufregen, dass andere meine Körperform wahrnehmen. Das ist psychologisch veranlagt, sorry – kann man nix gegen machen.

Aber Frauen müssen doch in der Öffentlichkeit anziehen können, was sie wollen! — Richtig! Aber sie müssen auch mit den Konsequenzen leben können. Und ein kurzer Blick in den Ausschnitt (“der [Blick] aber war nirgends “hängengeblieben” o.ä..”) zumal unabsichtlich aber, darf nicht dazu führen, den Blicker gleich als triebgesteuertes Monster abzustempeln. Ich meine damit nicht sabbernde alte Männer die jungen Frauen minutenlang auf den Brüsten hängen bleiben! Das ist echt eklig!

Wenn wir das nicht so handhaben, wird es zu einer Gesellschaft führen, in der niemand sich mehr traut eines anderen anzusprechen oder anzuschauen. Man kann sich eine schweigende Masse vorstellen, die sich beim durch die Welt gehen permanent auf die Füße schaut und nicht miteinander redet. Na herzlichen Glückwunsch!

Ich kann daher nicht mit ronsens übereinstimmen, der sagt: “Vermutlich war Mundhalten gar nicht mal so verkehrt.”
Mund aufmachen und miteinander reden — das ist die richtige Reaktion. Von beiden Seiten und auf Augenhöhe, gerne mit Humor (davon kann’s nicht genug geben), aber sachlich und mit Respekt.

– Sag’ ich

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April 24, 2012 [ Deutsch | Felix | Unpleasant things in life ]

Urheberrecht sichern – Ideen verteidigen?

Eine neue Aktion der “Initiative für geistiges Eigentum” vom Bundesverband Musikwirtschaft e.V. ist geplant. Am Donnerstag, den 26. April 2012 sollen Freunde des geistigen Eigentums in Berlin auf die Straße gehen um gegen den “digitalen Raubzug” zu demonstrieren. (https://projekturheberrecht.wordpress.com/)

Bemerkenswert sind die Kommentare zum Artikel: Sie sind spärlich und allesamt der Demonstration gegenüber positiv gestimmt. Das riecht nach Astroturfing. Aber zum Artikel:

Es heißt “die sogenannte “Netzgemeinde” erhebt den Anspruch die Gesellschaft zu repräsentieren[...]“. Über das Thema wurde schon viel geschrieben, den Autoren empfehle ich sich einmal darüber nachzudenken, wer denn diese ominöse “Netzgemeinde” eigentlich ist. Meine Meinung; es handelt sich hierbei um “die Gesellschaft” und vor allem die “redlichen Bürgerinnen und Bürger”, die im Artikel aufgerufen werden. Sie hat damit wohl das gute Recht sich selbst zu repräsentieren.

“Mit den kurzsichtigen und undemokratischen Protesten blasen die Vertreter der “Generation-Kostenlos” nun zum Kampf[...]“. Es mag Menschen geben, die gerne alles im Internet kostenlos haben wollen. Ich gehöre nicht dazu, eine “Generation-Kostenlos” gibt es nicht.

“Das ACTA Abkommen wurde unter zahlreichen Staaten mit großer Rücksicht auf alle rechtlichen und ökonomischen Realitäten verhandelt.” Richtig ist: Das ACTA Abkommen wurde unter zahlreichen Staaten hinter verschlossenen Türen und ohne Teilhabe der Öffentlichkeit oder ausreichende demokratische Legitimation verhandelt. (ACTA Fakten)

Ich bin selbst Kreativer, ich blogge an dieser Stelle – für euch kostenlos – auch wenn ich mich natürlich über jeden Klick auf den Flatter-Button freue. Ich bin Webdesigner, erstelle Flyer und fotografiere und gebe all meine Werke unter der Creative-Commons Lizenz weiter. Mir vorzuwerfen ich “sägt an den ökonomischen Grundfesten und Werten unserer Gesellschaft” empfinde ich als persönliche Beleidigung – meine Meinung zu zensieren im Übrigen auch.

Aktionen wie die der “Initiative für geistiges Eigentum” und vor allem die Art und Weise, wie sie mit Kritik umgeht, tragen weder zu einem fairen Diskurs, noch zu einer fairen Vergütung der Urheber bei. Vor allem nicht, wenn sie von Medienpartnern wie dem Handelsblatt unterstützt werden, über das sich Thomas Stadler bereits in seinem Blog geäußert hat.

Update: Dazu passt natürlich auch dieses Twitter-Photo: Heute in der HU: Agentur sucht Studenten als Pro-ACTA Demonstranten. “€100,- für 2 Stunden”.

2. Update: Noch ein Beitrag zum Verhältnis u.a. des “Handelsblatt” zum Urheberrecht: taz.de: Als „Klickhure“ missbraucht.

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February 25, 2012 [ English | Felix | nginx | php | Practical things in life ]

HTTPS Environment Variable in Nginx

Update: As @nginxorg has pointed out to me, you don’t need this in newer Nginx releases.

I was moving my site from Apache to Nginx. It went all pretty smooth and painless and there are a ton of tutorials to follow out there that will get you started. One thing I noticed however is the fact that Nginx will not add $_SERVER['HTTPS'] for PHP scripts running over hot potatoes (https). This is troublesome for some frameworks (CakePHP in my case) since their URL helper relies on this variable to figure out the scheme for links it creates.

Fortunately, Nginx is pretty straight forward in its config files so it’s no problem to add this environment variable for PHP scripts. Here we go:

1. Add to your nginx.conf in the http section:

map $scheme $php_https {
  https on;
  http off;
}

2. in your fastcgi_params add:

  ...
  fastcgi_param HTTPS $php_https;
  ...

3. Check if you include fastcgi_params in your server config file like this:

location ~ \.php$ {
  ...
  include fastcgi_params
  ...
}

And that’s it! You will now have $_SERVER['HTTPS'] set as in Apache for all your secure sites. This works for both single defined https sites as well as mixed-mode sites.

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December 16, 2011 [ Deutsch | Felix | Unpleasant things in life ]

Sie haben reingeblinkt

Polizei (by Photocapy/Flickr CC-BY-SA)

Es ist ja weiter nichts ungewöhnliches, dass man des Nachts von der Polizei raus gewinkt wird und den netten Herren ein Ständchen auf der digitalen Blockflöte gibt. Der Klang war bescheiden, was wohl die Blockflöte auch so gesehen hat und mir daher die Punktzahl “0,0″ gab. Ungewöhnlich waren aber die Umstände meines nächtlichen Flötenkonzerts und vor allem die Erklärungen, die mich dazu bewegen sollten mein Lungenvolumen zu testen. Aber der Reihe nach:

Es war schon spät, gegen halb drei Uhr morgens, als ich über die Thüringer Landstraßen in Richtung Goethe- und Universitätsstadt einflog. Das letzte Stück der Straße hat das Tempolimit 70, woran ich mich hielt, mein Nachfolger aber nicht, so dass ich mich sehr schnell mit BMW-Xenonlampen im Nacken wiederfand. Ich wunderte mich, warum der nächtliche Raser hinter mir blieb und nicht überholte. Die Sicht war gut und offensichtlich hatte er es eiliger als ich.

Hinter dem Ortsschild angekommen, den Rückspiegel inzwischen abgeblendet, dämmerte mir dann auch, wer mich da in der Nacht so brav begleitet: Schemenhaft konnte ich einen blauen Windfänger und den Text “Polizei” auf dem Dach des hinter mir fahrenden erkennen. Da mir nun schon eine Weile gefolgt wurde, war mir auch klar, dass ich wohl demnächst zur Seite gebeten werde.

Wir passierten einen Kreisverkehr, eine Ampel, eine weitere Ampel, dann ging hinter mir endlich das Blaulicht an: “Stop, Polizei”. Ich suchte mir eine geeignete Stelle um von der Straße zu kommen – anscheinend nicht schnell genug, da ich mehrfach angeblinkt wurde – und stieg, auf einem Privatparkplatz angekommen aus und ging auf die Polizisten zu.

Man wünschte sich einen guten Morgen und mir wurde erklärt, dass ich mich in einer allgemeinen Verkehrskontrolle befinde, meinen Führerschein und Fahrzeugschein vorlegen sollte und wurde gefragt, ob ich denn Alkohol getrunken hätte. Erster Fehler meinerseits: Ich habe wahrheitsgemäß mit ‘Nein’ geantwortet. Im Nachhinein hätte ich vielleicht keine Aussage geben sollen, denn natürlich wurde mir sofort das Mundstück für oben erwähnte Blockflöte hingehalten, welches ich aber nicht nehmen wollte. Ich hatte mir nichts vorzuwerfen, war nicht sonderlich müde und muss auch sonst keinen Anlass zur Sorge um meine Fahrtüchtigkeit gegeben habe. Also fragte ich die beiden Herren, ob sie denn der Meinung wären, ich wäre alkoholisiert. Sie antworteten mit ‘Ja’. Ich fragte weiter, wie sie denn zu dieser Schlussfolgerung gekommen wären. Antwort: “Sie haben in den Kreisverkehr hinein geblinkt.”

Verwunderung meinerseits. Ich erklärte, dass ich das wohl getan habe, allerdings aus dem einfachen Grund, dass ich den Kreisverkehr ja auch an der ersten Ausfahrt wieder verlassen hätte. Meine – meiner Meinung nach – richtige Verhaltensweise wurde mir jedoch anscheinend als Ausfallerscheinung ausgelegt und die beiden Herren wollten sich durch Messung von meiner Fahrtüchtigkeit überzeugen.

Nun war ich sauer. Die beiden Herren waren zwar nett, aber hatten kurz vor mir einen wohl viel eklatanteren Verstoß gegen die StVO unternommen, als sie mich mit überhöhter Geschwindigkeit in der 70er Zone einholten. Ich war nicht nur sauer, sondern auch bockig – das kennt man vielleicht von mir – und fragte die beiden Polizisten nun, ob sie der Meinung wären aufgrund eines 1/2 Sekunde zu früh gesetzten Blinkers einen Richter zu finden, der nachts um halb drei einen Blutalkoholtest bei mir anordnen würde.

Man erklärte mir nun etwas gelangweilt, dass es da einen Bereitschaftsstaatsanwalt gäbe, der das anordnen würde. Ich fragte, ob das ein Scherz sei. “Bei so etwas scherzen wir in der Regel nicht.”

Nun denn, mir wurde kalt und die beiden Herren boten mir nicht die Abendunterhaltung, die ich mir gewünscht hätte, also fing ich an das Mundstück aus seiner zerknitterten Folie zu fummeln. Während ich mich dabei ungeschickt anstellte, überlegte ich mir, ob es mir den Spaß wert wäre eine Taxifahrt ins nächste Polizeirevier mitzunehmen. Angesichts der Uhrzeit und Temperatur verzichtete ich allerdings, man ist ja berufstätig.

Nach erfolgtem Blockflötenkonzert waren die beiden Herren im Übrigen sehr schnell dabei mir meine Papiere wieder auszuhändigen und ohne zu blinken über die durchgezogene Mittellinie der Hauptstraße in die Nacht zu verschwinden.

Was wünsche ich mir Polizisten, an denen ich mir als Bürger in Sachen Gesetzeskonformität ein Beispiel nehmen kann.

Update: Eine kurze Nachfrage bei der örtlichen Fahrschule hat ergeben, dass ich mich wohl tatsächlich nicht korrekt verhalten habe und nicht in den Kreisverkehr hinein blinken durfte. Ob man das nun als Ausfallhandlung betrachten kann sei dahin gestellt.

Weiterlesen:

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October 22, 2011 [ brain trash | Deutsch | Felix ]

Andere Länder, gleiche Sitten

Zugegeben, München ist ein hartes Pflaster. Trotzdem sagt man ja eher den Berlinern nach unfreundlich und großspurig zu sein. Leider stelle ich bei meinem ersten Besuch in der Landeshauptstadt fest, dass sich so einige Aspekte des Kundenservice in der Preußenmetropole auch im Kernland der Bayern wiederfinden lassen.

Da gibt es Möbelhäuser, in denen das Personal es vorzieht mit Kollegen zu flirten, statt die wartenden Kunden zu betreuen und Baumärkte, in denen in Prospekt, an Ware und Regal drei verschiedene Preise zu finden sind.

Ein besonder schönes Exemplar von Kundenaquise ist mir jedoch auf der Franziskanerstraße aufgefallen: Liebe Bedienung, wenn ihr mir kein Geld für den Parkautomaten in eurer ausschweifenden Parkzone wechselt, werde ich wohl auch kaum die Möglichkeit, geschweige denn Lust haben bei euch einzukehren. Einfach mal drüber nachdenken, wah?!

München, i moag di — wir sind uns ähnlicher, als man so denkt.

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October 12, 2011 [ brain trash | Deutsch | Felix ]

Siri

Jetzt ist das neue iPhone also da. Kein iPhone 5, obwohl man versucht war der Gerüchteküche zu glauben, aber hier ist es wie mit vielen Dingen: Die inneren Werte zählen.
Ich möchte mich hier gar nicht zu sehr über die Hardware des iPhone 4S auslassen. Wir haben das alle schon gesehen und, auch wenn ich dem klassischen Apple-Fanboy jetzt auf die Füße trete, es gibt bereits schnellere Hardware von der Konkurrenz.

Ich persönliche habe nach langer Leidenszeit mit Windows auf Mobilgeräten vor einem dreiviertel Jahr auf Android umgestellt und es nie bereut. Auf iPhones habe ich schon immer neidisch geschielt, aber der Preis war mir einfach zu hoch. Nun allerdings, mit der Vorstellung des iPhone 4S, habe ich das erste mal diesen Kaufen-Reiz gespürt, der so viele Menschen dazu bewegt das Äquivalent eines vollausgestatteten Desktop-Rechners für einen kleinen Metallkasten auszugeben. Im Internet finden sich inzwischen einige Videos von “echten” Benutzern von Siri (man muss Apple Keynotes ja nicht alles glauben), z.B. hier.
Alles in allem eine wunderbare Sache, die mich dann doch wieder an Clarke’s law erinnert: “Any sufficiently advanced technology is indistinguishable from magic”. (wikipedia.org)

Nun aber, liebe Freunde der gepflegten Unterhaltung mit eurem Telefon. Verkommt bitte nicht wieder zu 12-Jährigen, die mit ihren Minilautsprechern herumlaufen und meinen, irgendjemand würde sich dafür interessieren, dass sie diesen pösen “Gansta-Rap” hören. “From great power comes great responsibility”. Das gilt auch für euer iPhone. Nutzt es, weise und für euch, versucht eure Mitmenschen nicht damit zu nerven. Ich habe ein Bild vor meinem inneren Auge; ein Dutzend Leute sitzen mit ihren iPhone 4S in der S-Bahn und flirten mit Siri *schüttel*.

Aber auch hieran scheint Apple ja gedacht zu haben, denn man kann mit Siri reden, so wie man mit einem Anrufer sprechen würde. Hält man sich das Telefon an den Kopf, wird Siri aktiviert. (Siehe: wired.com). So muss Technologie funktionieren.

Google, Microsoft, wie ihr alle heißt – seid ihr noch da? Ehrlich mal; eine Idee zu Ende zu denken kann doch nicht so schwer sein, oder?
Und wer kauft mir jetzt ein iPhone?

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January 30, 2010 [ English | Felix | Nice things in life ]

Felix first post

Now that Hannes actually started writing blog posts, I thought I’ll be sharing some insides into CakePHP. I will post something about authentication, ACLs and encrypted cookies pretty soon, so stay tuned!

You may also comment if you like, but you’ll have to wait until I fix the comments. ;)

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